
III° Jahr
Nelly Sachs und Paul Celan: Gedichte als Erinnerung an die Shoah
Im dritten Jahr beschäftigten wir uns anlässlich des Gedenktages mit dem Leben und Werk zweier großer Dichter des 20. Jahrhunderts: Nelly Sachs und Paul Celan. Beide waren jüdischer Herkunft und erlebten die Verfolgungen des Nationalsozialismus aus erster Hand. Es gelang ihnen, den Schmerz ihrer Erfahrungen in Poesie umzuwandeln und durch die Kraft des Wortes zu Zeugen der Shoah zu werden.

Nelly Sachs, 1891 in Berlin geboren, gelang 1940 mit Hilfe ihrer Freundin, der Schriftstellerin Selma Lagerlöf, die Flucht nach Schweden. Im Exil entstanden seine eindringlichsten Gedichte, darunter die 1947 erschienene Sammlung "In den Wohnungen des Todes". In diesen Texten gibt Sachs den Millionen deportierten und in den Vernichtungslagern ermordeten Juden eine Stimme. Seine Verse, reich an symbolischen Bildern wie Asche, Nacht und Stille, rufen Schmerz, Verlust und Hoffnung hervor. Seine Lyrik ist nie eine gewalttätige Anklage, sondern vielmehr ein Lied der Trauer und des Mitgefühls. Das religiös-spirituelle Element steht im Mittelpunkt: Das poetische Wort ist für sie ein Weg, die Erinnerung an die Opfer zu bewahren und die Menschenwürde zu wahren.

Paul Celan, 1920 in Czernowitz geboren, erlebte den Tod seiner Eltern in einem Nazi-Lager und wurde selbst interniert. Nach dem Krieg ließ er sich in Paris nieder, schrieb jedoch weiterhin auf Deutsch, der Sprache, die ihn verraten hatte. Seine Poesie ist komplex und fragmentarisch, als spiegele sie eine vom Grauen gebrochene Sprache wider. Sein bekanntestes Werk "Todesfuge" ist ein ergreifendes Beispiel für die Poesie der Erinnerung. Celan nutzt die musikalische Struktur der Fuge, um das Leben in den Konzentrationslagern darzustellen, indem er Wiederholungen und kraftvolle Bilder wie "die schwarze Milch der Morgenröte" oder "Shulamith mit dem aschfahlen Haar" vermischt. Das Gedicht stellt die Figuren Margarete, Repräsentantin der deutschen Kultur, und Sulamith, Symbol der jüdischen Opfer, symbolisch gegenüber. Durch diese beiden Autoren haben wir entdeckt, wie Poesie ein Mittel sein kann, dem Schweigen zu widerstehen, derer zu gedenken, die nicht sprechen konnten, und die historische Erinnerung an zukünftige Generationen weiterzugeben. Sachs und Celan beschränkten sich nicht darauf, den Schrecken zu schildern, sondern hinterließen uns starke, tiefgründige und notwendige Worte, die uns auch heute noch helfen, über die Bedeutung von Würde, Gerechtigkeit und Erinnerung nachzudenken.

Durch diese beiden Autoren haben wir entdeckt, wie Poesie ein Mittel sein kann, dem Schweigen zu widerstehen, derer zu gedenken, die nicht sprechen konnten, und die historische Erinnerung an zukünftige Generationen weiterzugeben. Sachs und Celan beschränkten sich nicht darauf, den Schrecken zu schildern, sondern hinterließen uns starke, tiefgründige und notwendige Worte, die uns auch heute noch helfen, über die Bedeutung von Würde, Gerechtigkeit und Erinnerung nachzudenken.
Anne Frank war ein deutsch-jüdisches Mädchen, das gezwungen war, sich mit ihrer Familie in Amsterdam zu verstecken, um der Verfolgung durch die Nazis zu entgehen. Während der zwei Jahre, die er im Hinterhaus verbrachte, schrieb er ein Tagebuch, in dem er von seinem Leben, seinen Ängsten und seinen Träumen berichtete.
Das "Tagebuch der Anne Frank" ist zu einem der berührendsten Dokumente des Holocaust geworden, weil es aus der Sicht eines Teenagers den Schrecken des Krieges und die Bedeutung der Hoffnung selbst in den dunkelsten Momenten zeigt. Er starb 1945 im Konzentrationslager Bergen-Belsen, kurz vor dessen Befreiung.
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